Das Versenden von E-Mails ist umweltschädlich, berichtet das ARD-Magazin BRISANT. Eine einzige E-Mail (ohne Anhang!) ist ungefähr so schädlich wie eine Plastiktüte, heißt es. Durch das Verschicken einer E-Mail entstehen etwa 10 g CO2,  ein 1 MB großes Urlaubsfoto an zehn Freunde zu schicken entspricht einer Autofahrt von 500 Metern (mit Verbrennungsmotor). Im Jahr 2022 wurden durchschnittlich täglich über 333 Milliarden E-Mails weltweit versendet. Hauptgrund für den Schaden bezüglich der Klimabilanz ist, dass die Daten einer Mail an Rechenzentren geschickt werden, die sich oft sehr weit entfernt befinden. Die digitalen Nachrichten durchlaufen dort eine Unzahl von Routern, Servern und anderen Computern, die alle enorm viel Energie verbrauchen, um zu funktionieren. Wäre das Internet ein Land, so heißt es, würde es beim CO2-Ranking Platz drei hinter China und den USA belegen.

Schon lange frage ich mich, wann das unlimitierte Versenden von E-Mails ein Ende haben wird. Nicht etwa aus den o. g. Gründen, sondern um von staatlicher Seite eine zusätzliche lukrative Einnahmequelle zu generieren. Dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer gleich viel kostet, egal ob jemand zwei oder zehn Stunden am Tag schaut, kommt mir gleichfalls erstaunlich vor. Hier müsste eigentlich der Gesetzgeber längst auf die Idee von Premiumzeiten, rabattierten Stundenangeboten, Flatrates, Happy Hours etc. gekommen sein.

Die Moderatorin des o. g. Beitrags meinte übrigens, man solle lieber anrufen als Mails verschicken. Ein persönliches, gesprochenes „Frohes neues Jahr“ sei auch viel netter als ein versendeter Text. Was E-Mails angeht, stimme ich ihr grundsätzlich zu. Etwas ganz anderes sind natürlich Briefe und Karten, sonderlich handgeschriebene. Sehr schade, dass diese schöne Tradition nur noch von ganz wenigen gepflegt wird.