„Il Trionfo“ – zweifellos war Händels frühes Oratorium, aufgeführt zur Eröffnung der diesjährigen Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, ein veritabler Triumph – sowohl für die ausführenden Musikerinnen und Musiker wie für die organisatorisch Verantwortlichen, sowohl für das begeisterte Publikum als auch für die Musik selbst. Händel schreibt mit 22 Jahren eine unwiderstehliche, wie Laurenz Lütteken es in seinem Einführungsvortrag nannte, geradezu „einschüchternde“ Musik, die diejenigen, die sie hören, so schnell nicht vergessen werden. Die Partitur strotzt vor frappierenden musikalischen Einfällen und harmonischen wie rhythmischen Kühnheiten. Händel schreibt später, während seines langjährigen Schaffens in England, auf andere Weise attraktiv, ja beeindruckend, doch nur noch selten so wie in „Il Tronfo del Tempo e del Disinganno“ – stürmisch und verwegen, gleichzeitig hochsensibel und affektiv. Ein wunderbarer Abend, dank der berauschenden Musik und der sie darbietenden Künstlerinnen und Künstler!


mit Emöke Baráth


mit Intendant Jochen Schäfsmeier, G.F. Händel und Elisabeth Brinkmann